Homeblanco|blancoÜber unsblanco|blancoImpressumblanco|blancoSitemapblanco|blancoMitreisende gesuchtblanco|blancoAktuellblanco|blancoGästebuchblanco|blancoKontaktblanco
Reiseangebot Reiseinfos Georgien Sehenswert Galerie Service

Georgien Kurzinfo
Geographie und Klima
Regionen und Städte
Ethnologie
Sprache
Religion
Kultur
Land und Leute
Tanz
Musik
Literatur
Teppiche
Goldschmiedekunst
Architektur
Geschichte
Mythologie
Natur
Küche
Wein
Tourismus in Georgien

Georgienfotos
Georgienfotos

Neues Hotel in Tbilisi

eröffnet im Oktober 2016

>> weitere Infos

phone Button

Tel: +995leer/leer322leer/leer295532

Mob: +995leer/leer591leer/leer157494

Jetzt auch aus dem Deutschen Festnetz:

Tel:
0711/46050129

Skype ButtonleerSkype Chat

Chatten Sie mit einem GEORGIA INSIGHT
Mitarbeiter via Skype:

>> weiter zum Chat

Besuchen Sie uns:

GEORGIA INSIGHT GmbH
Leo Kiacheli Straße 17
0108 Tbilissi, Georgien


>> wie Sie uns finden

facebook Button

Join us on Facebook

>> weitere Infos

Georgia Travel

Foto des Monats

Georgienfotos

Uschguli im ersten Schnee

>> weiter zur Galerie

Empfohlene Reiseführer

Musik aus Georgien CD

Schätze der Georgischen VOLKSMUSIK

Lehrbuch
mit Noten

>> mehr

Georgien Reiseführer

GEORGIEN Reiseführer

aktuelle
Ausgabe
2015

>> mehr

Georgien Reiseführer

GEORGIEN Individuell

aktuelle Ausgabe
2015

>> mehr

>> weitere Buchtipps

Wir sind Mitglied bei
leerGEO-Reisecommunity:

Meine Bilder in der GEO-Reisecommunity


Georgische Teppiche

Teppichladen in der Altstadt
Georgische Teppiche, Foto: Georgia Insight

"Der Kasak ist ein Individualist bei dem man keine Regeln oder exakte Musterpräzision erwarten kann und strahlt deswegen eine faszinierende Urtümlichkeit und Eigenwilligkeit aus." 

Georg & Aznif Teppichhändler

Georgische Teppiche haben eine lange Tradition und sind unter Teppichhändlern aufgrund ihrer hohen Qualität sehr begehrt. Da sich die Teppiche aber von Region zu Region stark unterscheiden, werden sie allgemein unter der Bezeichnung "Kasak" (Kaukasusteppiche) gehandelt, mit Beifügung des jeweiligen Ortsnamen wie Borchalo, Lore, Schulaveri u.a.

Die berühmtesten Teppichzentren Georgiens wie die Region Borchalo (nicht die gleichnamige Ortschaft) und Lore liegen heute teilweise auf dem Gebiet Aserbaidschans bzw. Armeniens, weshalb Teppiche dieser Herkunft häufig als aserbaidschanische oder armenische Teppiche deklariert wurden. Lange herrschte in Europa absolute Unkenntnis über die tatsächliche Herkunft georgischer Teppiche.

>> Regionen Georgiens (historische Karte)


Historische Entwicklung der georgischen Teppiche

Bereits im 4. Jh. v. Chr. schrieb der griechische Geschichtsschreiber Herodot, dass die geknüpften Teppiche der kaukasischen Bergvölker besonders wertvoll seien, weil ihre Farbe nicht ausbleiche sondern in der Wolle erhalten bliebe. Ebenso zeugt der Mythos vom "Goldenen Vlies" davon, dass im Kaukasus das Bearbeiten von Schafwolle weit verbreitet war. In ganz Georgien wurden Teppiche geknüpft, am kunstvollsten und vielfältigsten aber in der Region Nieder-Kartlien, in Lore und Borchalo.

Borchalo (heute Marneuli) ist eine historische Region im äußersten Südosten Georgiens. Die hier gebürtigen "Borchalo-Teppiche" gelten als die hochwertigsten Teppiche und sind wertvoller als alle anderen kaukasischen Teppiche, auf Auktionen erzielen sie meist den fünffachen Preis. Ihre Besonderheit liegt in der Knüpfdichte, Farbvielfalt und vor allem beständigen Farbintensität.

Schon im 10. und 12. Jh. waren die in der benachbarten Provinz Lore (heute Armenien) geknüpften Teppiche in Europa bekannt und an Technik und Individualität vergleichbar mit den Teppichen aus Byzanz. In den folgenden Jahrhunderten wurde die georgische Teppichknüpfkunst von zwei bedeutenden Geschichtsereignissen nachhaltig beeinflusst.

Das erste wichtige Ereignis war die Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im 15. Jahrhundert. Viele Christen, die den neuen Glauben nicht annehmen wollten, flohen nach Westen und Osten und mit ihnen kamen auch zahlreiche byzantinische Teppichkünstler nach Georgien. Sie siedelten sich im Loregebiet an und bereicherten die dortige Teppichkunst um ihre eigenen Ornamente.

Einen zweiten Kulturaustausch erfuhren das Teppichhandwerk, als im 17. Jh. der iranische Schah Abbas an der Grenzregion Lore einige Tausend iranischstämmige Nomaden ansiedelte, deren uraltes Wissen und Techniken ebenfalls in die georgische Teppichherstellung eingeflossen sind. In einzigartiger Weise hat sich dadurch das geheime Wissen verschiedener Kulturen vereinigt und fortentwickelt.

Nach der Machtübernahme der Kommunisten in Georgien wurde das Teppich-Handwerk vollständig auf Massenproduktion umgestellt. Die Fäden wurden maschinell erstellt und die Farben chemisch gewonnen. Der Teppich wurde zu einem Produkt kollektiver Arbeit. Das war er ursprünglich nicht. Ein Teppich war immer das individuelle Ergebnis EINES begabten Handwerkers und Künstlers. Von Generation zu Generation wurden das Wissen und die Ornamente weitergegeben und nur die talentiertesten Teppichknüpfer haben Teppiche hergestellt.

Ein klassischer georgischer Teppich, beispielsweise der Borchalo, besteht aus reiner Schurwolle (auch die Kettfäden), ist ausschließlich pflanzengefärbt und verwendet klare geometrische Formen und viele verschiedene Farben mit einer großen Bereitschaft zu gewagten Kontrasten.


Anmerkung zur Bezeichnung "Borchalo": Fast jedes Teppichgeschäft verwendet eine andere Schreibweise, so finden sich auch die Bezeichnungen Bordjalou, Borchaly, Borcialu, Bor`calo oder Bordjalu.

Als Teppich-Knüpfmeister durften sich nur diejenigen bezeichnen, die alle Arbeitsschritte beherrschten und selbst durchgeführt haben. Die Vorbereitung eines Teppichknüpfers begann mit der Auswahl geeigneter Schafe für die richtige Wolle und mit dem Sammeln der Pflanzen für die Farbherstellung. Die Wolle wurde selbst gefärbt, der Faden selbst gesponnen und erst dann konnte der Künstler mit der eigentlichen Arbeit an seinem Teppich beginnen, die nochmals sechs Monate bis drei Jahre lang dauerte.

So waren die Teppiche in jeder Phase ganz persönliche und unabhängige Schöpfungen. Sie wurden auch ursprünglich nicht für den Verkauf sondern zur Aussteuer oder für die eigene Familie geschaffen und nur in Ausnahmefällen für besonders ehrenwerte Auftragsgeber wie Fürsten oder Könige.


Kaukasus Teppiche in Europa

Um 330 v. Chr. brachte Alexander der Große erstmals Orientteppiche von seinen Asienfeldzügen mit ins Abendland. Die Teppiche des Kaukasus kamen fast immer durch Vermittlung nach Europa, Jahrhundertelang über die Türkei, so dass sie meist als türkische Ware gehandelt wurden, später über Russland.

Es haben sich nur sehr wenige alte Teppiche erhalten. Eine aufschlussreiche Informationsquelle über das hohe Alter bestimmter Motive und Ornamente stellen die mittelalterlichen Gemälde, vor allem die Bilder der Flämischen Schule dar. Durch ihre große Liebe zum Detail beim Festhalten von Alltagsszenen oder bei der Auftragsmalerei bekannter Adelshöfe wurden ab dem 14. Jh. auch Teppiche mitgemalt und so findet man auf zahlreichen Bildern u.a. von Hans Holbein und Lorenzo Lotto, Hans Memling und Jan van Eyck Darstellungen von kaukasischen Teppichen.

Kaukasus Teppich
Georgischer Teppich auf einem Gemälde von Hans Memling, 1490

Dadurch, dass im Kaukasus so vielfältige Teppiche entstanden sind - jede Familie hatte ihr eigenes Design und eigene Methoden - ist es bis heute selbst für erfahrene Sammler und Experten schwer, einen Kaukasusteppich richtig zuzuorden. Hinzu kommt, dass im Zuge der sowjetischen Zwangsumsiedelungen Grenzen verschoben und zahlreiche Dörfer und Regionen umbenannt worden sind, um die Erinnerung an die alten Familien auszulöschen.


Verlust und Wiedererlangung der georgischen Teppichkultur

Durch die Zwangskollektivierung der kommunistischen Regierung war in nur 10-15 Jahren die Kunst der georgischen Teppichherstellung völlig verschwunden. Als man in Europa begann, Teppiche im großen Stil zu importieren, galten die neuen Teppiche aus dem Kaukasus bereits als minderwertige Ware. Als dann die Georgier nach Wiedererlangung ihrer Unabhängigkeit siebzig Jahre später wieder zur traditionellen Teppichherstellung wechseln wollten, gab es in ganz Georgien niemanden mehr, der die alten Techniken beherrschte.

Aufmerksam auf den Verlust ihrer Kunst wurden die Georgier erst, als nach Zusammenbruch der Sowjetunion Teppichhändler aus der Türkei in die georgischen Dörfer kamen und alte Teppiche aufkauften, wobei für original georgische Teppiche immer ein Vielfaches gezahlt wurde als für Teppiche aus Iran, Aserbaidschan, Armenien oder der Türkei.

Teppichwerkstatt Georgien
Georgische Teppichmanufaktur Sighnaghi, Foto: Georgia Insight

Mehr als vierzehn Jahre lang erforschte ein Team von georgischen Teppichspezialisten unter der Leitung Davit Beraia die Bearbeitungsmethoden in Georgien, Armenien, Aserbaidjan, Türkei und Iran. Davit Beraia konnte schließlich nicht nur nachweisen, dass der berühmte "Borchalo" ein unikular georgischer Teppich ist, der ohne Zweifel in Georgien und nach georgischer Methode geschaffen wurde, sondern begründete mit dem gesammelten Wissen die erste und bislang einzige georgische Teppichwerkstatt, die wieder nach altem Verfahren knüpft.


Quellen Nachweis:


>> Bilder georgische Teppiche

>> Georgien Reisen

<< Zurück



Nach oben




Reisen in Georgien


Georgienreisen Festtermine

Reisekalender 2017
Reisen mit Festterminen

Hier finden Sie alle festen
Reisetermine für 2017
Jetzt Termine vormerken!!!


>> hier klicken




Reisen nach Georgien
alle Reisen auf einen Blick

Rundreisen, Kulturreisen,
Wanderreisen, Bergsteigen,
Weinreisen, Tagestouren


>> mehr Infos




Mzcheta Tagestour
UNESCO Weltkulturstadt

Swetizchoweli Kathedrale,
Samtawro Kloster,
Dschwari Kloster


ab 35 €


>> weiter zur Tour




Rundreise 7 Tage
Georgien kennen lernen

Tbilissi, Mzcheta, Kasbek,
Uplisziche, Wardsia,
Sighnaghi, Kachetien


ab 805 €


>> weiter zur Reise




Kulturreise 14 Tage
Kirchen & Klöster Georgien

Tbilissi, Mzcheta, Atenis Sioni,
Kutaissi, Gelati, Nikorzminda,
Sighnaghi, Kachetien


ab 1.440


>> weiter zur Reise




Kloster David Garedschi
Höhlenkloster in der Wüste.

>> weiter zur Galerie




Georgische Musik

Lehrbuch auf CD-Rom

Schätze der Georgischen
Volksmusik, Lieder zum
selber lernen...

>> mehr Informationen



Homeblanco|blancoÜber unsblanco|blancoImpressumblanco|blancoSitemapblanco|blancoMitreisende gesuchtblanco|blancoAktuellblanco|blancoGästebuchblanco|blancoKontaktblanco

Webwiki Georgien

Georgia Insight

facebook Button

Facebook

TripAdvisor

TripAdvisor

xing-button

Xing

google+ Button

Google+

Leo Kiacheli Str. 17
0108 Tbilissi, Georgien

Tel: +995 / 322 / 29 55 32
Mobil: +995 / 591 / 15 74 94

Deutsches Festnetz:
0711 / 460 501 29

info@georgia-insight.eu

Nach oben

GTA LogoGeorgia Travel LogoGuide Association LogoCSR committed SiegelGSMEA Logo

© 2011-2016 Georgia Insight