Kolchische Feuchtgebiete zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt

Tbilissi -

Feuchtgebiete im Kolkheti Nationalpark © nationalparks.ge
Kolkheti Nationalpark © nationalparks.ge

Die UNESCO Welterbeliste verzeichnet 2021 sechs Neueinträge

Mit der Anerkennung von sechs neuen Weltnaturerbestätten weltweit hat das UNESCO-Welterbekomitee den Schutz der Wälder und ihrer biologischen Vielfalt deutlich gestärkt. Eine der neuen Welterbestätten sind die kolchischen Regenwälder und Feuchtgebiete in Georgien, einem Biodiversitätshotspot im Kaukasus.

Die Kolchischen Regenwälder und Feuchtgebiete gehören zu einem der zwei wichtigsten Überbleibseln arkto-tertiärer Reliktwälder im westlichen Eurasien. Sie zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Flora und Fauna aus, insbesondere endemischer Arten, die die Eiszeiten des Tertiärs überlebt haben. 28 Prozent der in der Region lebenden Amphibien, Reptilien und Säugetiere sind vom Aussterben bedroht.

Darüber hinaus beherbergt Kolchis 44 Arten Gefäßpflanzen, 50 Wirbeltierarten und acht wirbellose Tierarten, die weltweit gefährdet oder potenziell gefährdet sind. Kolchis ist zudem Heimat zahlreicher Störarten, darunter des Kolchischen Störs, und dient als wichtiger Zwischenstopp für viele weltweit bedrohte Vogelarten, die durch den Batumi-Engpass ziehen.

Hintergrund
Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen nunmehr 1154 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Managementplan, der die Erhaltung des Erbes für aktuelle und zukünftige Generationen sicherstellt.

Mit der Einschreibung in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und somit für künftige Generationen zu bewahren.

Quelle: Deutsche UNESCO Kommission | Bundesamt für Naturschutz

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