Imeretien

Kolchische Tiefebene bei Kutaissi
Kolchische Tiefebene, Foto: Michael Matz

Imeretien im Westen Georgiens liegt auf dem Gebiet des antiken Kolchis. Nach Kolchis reisten die Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies und segelten von Griechenland über das Schwarze Meer, auf dem Fluss Phasis (georg. Rioni) bis zur Hauptstadt Aia, dem heutigen Kutaissi.

Das Wort "Imeretien" bezeichnete im Georgischen allgemein alles "Jenseits liegende". Georgien wird von einem mächtigen Gebirgszug, der Lichi-Kette, in zwei Teile geteilt. Der östliche Teil wurde von den Menschen "das Diesseitige (diesseits des Gebirges liegend) genannt, der westliche Teil "das Jenseitige" (jenseits des Gebirges liegend).

Die Imeretier

Die Menschen aus Imeretien sind bekannt für ihr gepflegtes Auftreten und Schlagfertigkeit. Unter den für ihre Gastfreundschaft berühmten Georgiern zeichnen sich die Imeretier durch liebevolle Höflichkeit und Fürsorge noch besonders aus.

Kutaissi die Hauptstadt von Imeretien

Die Stadt Kutaissi beherbergt Georgiens berühmteste Bauwerke. Die Bagrati Kathedrale war einst die größte Kathedrale des Landes und zählt inzwischen zum UNESCO Weltkulturerbe.

Von weit größerer Bedeutung für das geistige Leben in Georgien war die Akademie von Gelati, in welcher im 12. Jahrhundert die größten Gelehrten und Wissenschaftler Georgiens wirkten. Die Muttergotteskirche von Gelati ist eine der schönsten Kirchen in Georgien und repräsentiert eindrucksvoll das hohe Niveau der damaligen Baukunst. Den Altarraum der Gelati Kirche schmückt ein prächtiges Mosaikfresko der Muttergottes flankiert von den Erzengeln Michael und Gabriel.