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Trekking Chewsuretien 7 Tage
Dauer: 7 Tage / 6 Nächte
Reiseleitung: Deutschsprachig
Verpflegung: Vollpension
Einzelzimmer-Zuschlag: 65 € pro Person
Schwierigkeit: 3

mittelschwer, mit Wanderungen bis zu 6 Stunden

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Termin: 11.07.2024 - 17.07.2024 Teilnehmer: 4 - 8 1.395 € Buchen »

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Reisezeit: Ende Juni bis September Teilnehmer: 4 - 8 Preis: s. Liste Anfrage »

Reiseroute

Karte mit Reiseroute zur Georgien Reise Trekking Chewsuretien 7 Tage

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Maka Giorgadze

Kulturreisen, Wanderreisen, Fachreisen

Telefon: +995 / 32 / 229 55 32
aus Dtl.: +49 / 711 / 460 501 29

maka.giorgadze@georgia-insight.eu

Fahrt in die abgelegene Bergregion Chewsuretien. Besuch der kaukasischen Festungsdörfer Schatili und Muzo und 2-tägiges Trekking von Roschka über die Tschauchi Berge nach Dschuta. Inkl. Übernachtung am Abudelauri See. Zum Abschluss noch eine Tageswanderung von Stepanzminda zur Berghütte Altihut (3.014m).


Höhepunkte der Reise

  • Wehrsiedlungen Schatili & Muzo
  • Trekking von Roschka nach Dschuta
  • Zelten am Abudelauri See
  • Überquerung Tschauchi Pass 3.338m
  • Wanderung zur Berghütte Altihut 3.014m

Reiseprogramm

1Offroad Fahrt nach Schatili

Tbilissi, Bärenkreuz Pass 2.676m, Schatili

Fahrt über den Schinwali Stausee Richtung Nordosten in den Großen Kaukasus. Vorbei an den Dörfern Barisacho, Biso und Chachmati folgt der Weg dem Fluss Pschawis Aragwi. Zuerst noch auf Höhe des Flusses schraubt sich die Passstraße immer höher, bis zum Bärenkreuzpass auf 2.676m, von wo aus sich ein herrlicher Blick in beide Richtungen bietet. Nach insgesamt etwa vier Stunden erreichen Sie die mittelalterliche Wehrsiedlung Schatili, eine der spektakulärsten Wohnkomplexe Georgiens.

Fahrt: ca. 170 km, ca. 5 Std.
Verpflegung: Picknick, Abendessen
Übernachtung in Schatili, je nach Verfügbarkeit in einem Guesthouse oder einem Wehrturm

2Wanderung zur Muzo Siedlung

Anatori Begräbnisstätte, Muzo Siedlung

Fahrt ca. 1,5 Std. weiter ins Tal hinein bis nach Ardoti, wo die offroad Straße endet. Ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter. Wanderung entlang eines schmalen Pfades in die letzte bewohnte Siedlung Andaki. Das Dorf wird von nur einer Familie bewohnt, die das Haus ihrer Vorfahren im traditionellen Stil wieder aufgebaut haben. Spaziergang ins letzte chewsuretische Dorf, das jedoch verlassen ist. Unterwegs kommt man ein einem heiligen Platz zum traditionellen Bier brauen vorbei. In Chewsuretien ist jedes Jahr eine Familie für das brauen des heiligen Biers zuständig. Mittagessen in Andaki und Wanderung zurück.

Zum Abschluss Besichtigung der verlassenen Wehrsiedlung Muzo. Muzo liegt auf einem steilen Berggipfel und ist nur über einen unbefestigten Bergpfad erreichbar, Aufstieg ca. 30 Min. Der Festungskomplex erstreckt sich über mehrere Ebenen und zählte zu den bedrohtesten Denkmälern Georgiens. In den vergangenen Jahren wurde die Anlage aufwändig und behutsam restauriert.

Rückfahrt nach Schatili.

Wanderstrecke: 12 km, ca. 3-4 Std.
Höhenunterschied Aufstieg ca. 350m, Abstieg ca. 350m

Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen
Übernachtung in Schatili

3Trekking zu den Abudelauri Seen

Roshka, Abudelauri Seen

Fahrt von Schatili über den Bärenkreuzpass und weiter ins idyllische Bergdorf Roschka. Treffen mit dem Trekking-Team. Beladen der Packpferde und Beginn des 2-tägigen Trekkings zu den Abudelauri Seen. Es handelt sich um drei Gletscherseen auf einer Höhe von 2.500m. Man unterteilt sie in Farben: Der blaue Abudelauri See ist der größte und schönste See und glasklar, so dass sich die Umgebung darin spiegelt. Der grüne See von besonders magischer Stimmung, liegt etwas höher nicht weit entfernt.

Der weiße See befindet sich nochmals 1,5 km (ca. 2 Stunden Aufstieg) weiter auf 2.812m Höhe direkt an der Schneegrenze. Der Aufstieg kann optional je nach Kondition und Zeit noch hinzugenommen werden.

Fahrt: ca: 45 km, ca. 2,5 Std.
Wanderung: ca. 7 km: ca. 2,5 Std.
Höhenunterschied Aufstieg ca. 620m

Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen
Übernachtung im Zelt an den Abudelauri Seen

4Über den Tschauchi Pass 3.338m

Tschauchi Berge, Tschauchi Pass 3.338m, Dschuta

Aufstieg zum Tschauchi Pass (3.338m). Die Tschauchi Berge mit ihren steilen Basaltfelsen sind das beliebteste Klettergebiet im Ostkaukasus, Bergsteiger nennen sie die "Kaukasischen Dolomiten". Die Passüberquerung erfordert gute Kondition. Die ersten 2,5 Stunden geht es den Wiesenhang hinauf, die letzte halbe Stunde über eine Moräne, hier sind gutes Schuhwerk mit Profil und Wanderstöcke unbedingt zu empfehlen. Der Abstieg erfolgt ebenfalls die ersten zwanzig Minuten auf teils rutschigem Untergrund. Erst etwas steiler, dann zunehmend angenehmer wieder einen Wiesenpfad entlang ins liebliche Sno Tal. Ein kleiner Gletschersee bietet nochmal Gelegenheit für ein eiskaltes Badevergnügen und dann ist es nur noch eine halbe Stunde den Fluss entlang bis zum Zeta-Camp, ein sehr schön angelegten Zeltplatz auf 2.300m.

Wanderung: ca. 12 km, ca. 6-7 Std.
Höhenunterschied Aufstieg ca. 840m, Abstieg ca. 1.000m

Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen
Übernachtung im Zelt

5Ruhetag in Stepanzminda

Gemütliches Frühstück am Zeltplatz. Zusammenpacken der Zelte und Abstieg mit den Packpferden nach Dschuta (2.150m). Ab Dschuta Weiterfahrt mit dem Geländewagen nach Stepanzminda. Freier Nachmittag in Stepanzminda, bei genügend Zeit kleiner Aufstieg auf den Elias Berg, von wo sich der schönste Blick auf Stepanzminda, das Gergeti Kloster und den Kasbek bietet.

Wanderung: ca. 2 km: ca. 30 Min.
Höhenunterschied Abstieg ca. 150m
Fahrt: ca. 30 km, ca. 1 Std.

Verpflegung: Frühstück, Abendessen
Übernachtung in Stepanzminda

6Wandern zum Saberze Pass & Altihut 3.014m

Gergeti Kloster, Saberze Pass, Kasbek 5.054m

Fahrt von Stepanzminda bis zum Gergeti Kloster auf 2.170m und ab hier Wanderung (Aufstieg ca. 750 hm, ca. 4 Std.) zum Saberze Pass auf 2.950m. Während der gesamten Zeit bietet sich ein wunderbarer Blick auf die immer kleiner werdende Gergeti Kirche vor dem Panorama der gegenüberliegenden Bergkette und das weit unten im Tal liegende Bergdorf Stepanzminda. Vom Pass aus eröffnet sich der Blick auf den Gergeti Gletscher und den mächtigen Solitär Kasbek, der sich bei gutem Wetter zum Greifen nah in seiner eindrucksvollen Größe zeigt.

Etwa 45 Min. weiter - bereits vom Pass aus sichtbar - liegt die 2018 erbaute Altihut, eine komfortable Skihütte auf 3.014m mit Möglichkeit für einen stärkenden Kaffee, Bier oder Schnaps (nicht im Preis inbegriffen). Von hier sind es dann nur noch 20 Minuten (ca. 100 hm) bis zum Gergeti Gletscher.

Zurück geht es auf einer anderen - ebenso schönen - Route, mit wunderbarem Blick auf die immer näher rückende Sameba Kirche vor dem Panorama der gegenüberliegenden Bergkette im goldenen Abendlicht.

Wanderung: Gehzeit zzgl. Pausen ca. 8 Std.
Höhenunterschied Aufstieg ca. 850m, Abstieg: ca. 850m

Verpflegung: Frühstück, Picknick, Abendessen
Übernachtung in Stepanzminda

7Abschied vom Großen Kaukasus

Dariali Schlucht, Kreuzpass, Sowjetisches Aussichtsplateau, Ananuri Festung

Am Vormittag noch ein Abstecher den Fluss Tergi (Terek) entlang bis zur russischen Grenze, in die legendäre Dariali Schlucht, die seit Jahrtausenden umkämpfte "Pforte in den Norden", bei den Griechen als "Tor zur Unterwelt" bekannt.

Rückfahrt die Georgische Heerstraße entlang über den Kreuzpass (2,379m) nach Ananuri. Besichtigung der Ananuri Festung und Besuch der Musikerfamilie Mirziashvili. Gemeinsames Abschiedsessen mit hauseigenem Wein und mehrstimmigem Gesang.

Am Abend Weiterfahrt nach Tbilissi.

Fahrt: ca. 230 km, ca. 4-5 Std.

Verpflegung: Frühstück, Mittagessen

Leistungen

Transfer:

  • Alle Transfers laut Programm in komfortablem Allradfahrzeug
  • Packpferde an den Tagen 3-5

Reiseleitung:

  • Deutsch- oder englischsprachiger Trekkingguide
  • Koch und lokale Begleitung an den Tagen 3-5

Unterkunft:

  • Schatili, Guesthouse 2x
  • Abudelauri See, Zelt 1x
  • Zeta Camp, Zelt 1x
  • Stepanzminda, Guesthouse 2x

Verpflegung:

  • Abendessen an Tag 1
  • Frühstück, Picknick, Abendessen an den Tagen 2-6
  • Frühstück, Abschiedsessen an Tag 7
  • Eine Flasche echter georgischer Traubenschnaps pro Gruppe

Eintritte:

  • laut Programm

 

Nicht enthaltene Leistungen

  • Flug
  • Übernachtungen in Tbilissi
  • Reiseversicherung
  • Alkoholische Getränke außer Degustationen laut Programm
  • Trinkgeld

Praktische Infos zur Reise

Ausrüstung

Diese Tour enthält mehrere Wanderungen auf unbefestigten Wegen und führt auf Höhen bis 3.300m. Das Wetter in den Bergen ist wechselhaft und kann schwer vorhergesagt werden. Feste, knöchelhohe Schuhe mit Profil, bequeme Trekkinghose sowie eine windfeste Regenjacke sind erforderlich.

Hier finden Sie eine Packliste für Trekkingtouren

Gepäcktransport

Für die Trekkingtour benötigen Sie nur Ihren Tagesrucksack, das übrige Gepäck wird mit dem Auto und mit Packpferden von Unterkunft zu Unterkunft transportiert.

Zelte

Zelte werden von uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Aufpreis für ein Einzelzelt: 15 Euro pro Tag.

Schlafsäcke und Isomatten

Wir empfehlen, einen eigenen Schlafsack mitzubringen. Mietpreis für einen Standard Schlafsack: 10 Euro pro Tag. Isomatten können vor Ort gemietet werden, Mietpreis für eine aufblasbare Isomatte: 3 Euro pro Tag

Campinggeschirr

Campinggeschirr wird von uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir empfehlen, eine Trinkflasche 1-1,5l selbst mitzubringen. Es gibt unterwegs ausreichend Quellen, um die Flasche zu befüllen.

Einzelzimmer

Einzelzimmer sind grundsätzlich überall möglich, wir empfehlen trotzdem eine zeitige Anmeldung, vor allem bei Reisen in der Hochsaison.

Einzelzimmer Bergregionen

Einzelzimmer in den Bergregionen sind nur begrenzt verfügbar. Ansonsten Unterkunft im Doppelzimmer bzw. ab einer Gruppengröße von mehr als 8 Personen in einem 3-Bett Zimmer.

Lange Fahrten

Einige Tagesabschnitte beinhalten längere Autofahrten. Diese sind aber immer sehr abwechslungsreich mit ausreichend Pausen für Fotos und Picknick.

Passkontrolle Naturschutzgebiet

WICHTIG Reisepass nicht vergessen!! Bei dieser Tour kommen Sie in ein Naturschutz- und Grenzgebiet, hier ist eine unkomplizierte Passkontrolle erforderlich.

Passüberquerung Bergregionen

Die Straßen sind unbefestigt und daher nur in den Sommermonaten von Mitte Juni bis September zugänglich. Heftige Regenfälle können zu Erdrutsch führen, so dass wir aus Sicherheitsgründen bei schlechtem Wetter von dieser Tour abraten.

Reisebaustein

Diese Reise ist als Reisebaustein gedacht, daher sind keine Übernachtungen in Tbilissi enthalten.

Sicherheit

Es empfiehlt sich, sein Geld am Körper zu tragen, an öffentlichen Plätzen sein Gepäck nicht unbeaufsichtigt zu lassen und beim Wechseln und Bezahlen den Betrag vorher auszurechnen und das Rückgeld nachzuzählen.

Unterkunft in den Bergregionen

In den Bergregionen übernachten Sie in einfachen Privatquartieren, meistens teilen sich zwei Personen ein Zimmer und manchmal mehrere Zimmer ein Bad.

Zusätzliche Fragen

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Reiseinfos und FAQs. Sollten Sie dennoch Fragen haben, schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Alle Mitarbeiter sprechen Deutsch und stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Weiter zum Kontaktformular

Buchung & Preise

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Festpreis unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer.

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Preisliste für Privatreisen

Alle Reisen aus unserem Programm können Sie zu Ihrem Wunschtermin als Privatreise buchen.

Teilnehmer Preis pro Person mit deutschsprachigem Fahrer
6 1.495 €
5 1.558 €
4 1.635 €
3 1.749 €
2 2.199 €

Alle Preise inkl. Doppelzimmer
Einzelzimmer-Zuschlag: 65 € pro Person
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Reisebewertungen

5/5 (2 Bewertungen) für Trekking Chewsuretien 7 Tage

Stephan Engert, Annemarie Engert, Andrea Kampmann, Ulrike Zeuch

Oh wie schön war es in Chewsuretien!

Wir hatten unsere Reise in den großen Kaukasus schon vor Corona geplant. Immer wieder verschoben, war es im Juli 2023 endlich soweit, dass wir unsere Trekking-Tour durch Chewsuretien antreten konnten.

Umso größer die Freude, zumal wir wie schon bei der 14-tägigen Rundreise in 2018 mit Keti Janashvili wieder die beste Begleitung hatten, die man sich denken kann.

Die siebentägige Trekkingtour hatten wir zum Einstieg mit einigen Tagen in der quirligen Hauptstadt Tiflis kombiniert. Diese haben wir genutzt, um den großen Obst-, Gemüse- und Fleischmarkt in der Nähe des Bahnhofs zu besuchen und uns die Jugendstilbauten im ehemaligen deutschen Viertel rund um die Aghmashenebeli Straße anzusehen. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zur "Fabrika" einer ehemaligen Textilfabrik der Egnate Ninoshvili Str. 8. Die umgebaute Fabrik beherbergt heute neben einem Hostel diverse Cafés, Restaurants und Läden. Eine wahre Fundgrube ist der Flohmarkt an der "Trockenen Brücke" in der Nähe der Public Service Hall, erkennbar an den pilzförmigen Dächern.

Am Dienstagmorgen gings dann los in Richtung Kaukasus. Zuvor hatte unser Fahrer Nika gemeinsam mit Keti die beiden Mitreisenden Ulrike und Andrea in ihren Hotels "eingesammelt". Damit war unsere kleine Gruppe dann auch schon komplett. Sehr schnell sollten wir zu einer harmonischen Gruppe zusammenwachsen, so dass wir miteinander viel Spaß und Freude an der Reise hatten.

Mit Nika hatten wir zudem das Glück, einen deutschsprachigen Fahrer zu haben, der sich als humorvolle und überaus geistreiche Begleitung erweisen sollte. Dank seiner Sprachkenntnisse bot sich uns die Gelegenheit, ihn in unser Gespräche einzubeziehen. Mit ruhiger Hand und Gelassenheit sollte er uns in den nächsten Tagen über Stock und Stein, holprige Straßen und hohe Gebirgspässe schaukeln.

REGENGUSS ZUR BEGRÜSSUNG

Chewsuretien sollte uns allerdings erst einmal die kalte Schulter zeigen. Auf dem Bärenkreuzpass wurden wir mit kaltem Regen und dichten Wolken empfangen. Auf der Straße die freilaufenden zierlichen georgischen Kühe, der dazu gehörige Hirte mit seinem schwarzen Regenumhang in den Nebelschwaden kaum erkennbar.

Nach fünf Stunden Fahrt erreichen wir schließlich die mittelalterliche Wehrsiedlung Schatili, die wie eine Trutzburg auf einer Bergkuppe sitzt. Hier werden wir die nächsten beiden Nächte in einem restaurierten Wehrhaus hinter massiven Mauern aus trocken aufgesetzten Schieferplatten übernachten. Die Zimmer sind recht einfach gehalten, so dass Erinnerungen an Jugendherbergszeiten aufkommen, aber propper sauber.

Mittlerweile hat sich der Regen gelegt, so dass wir nach dem Bezug der Zimmer zu einem ersten Rundgang durch die Siedlung und die nähere Umgebung starten können.

EXZELLENTE VERPFLEGUNG

In den nächsten Tagen sollten wir immer wieder überrascht werden, was die Gastgeber*innen trotz einfacher Rahmenbedingungen an Köstlichkeiten zum Frühstück und Abendessen auf der Basis guter Ausgangsprodukte aufzutischen in der Lage sind. Herausheben möchten wir dabei die beiden Damen in Schatili, vor allem aber unsere Gastgeberin Nao im gleichnamigen Guesthouse in Stepanzminda, deren Gastfreundschaft und Kochkünste wir zwei volle Tage genießen duften.

Offensichtlich haben die Mitarbeiter*innen, die bei GEORGIA INSIGHT für die Auswahl der Unterkünfte verantwortlich sind, auch in dieser Hinsicht das richtige "Händchen". An dieser Stelle ein Lob an Maka und Ihre Kollegen, die für die Reiseplanung und Beratung verantwortlich sind. Mit großer Geduld werden auch Sonderwünsche realisiert.

ZUR FELSENSIEDLUNG MUZO

Am nächsten Tag starten wir zu einem Spaziergang entlang des Arghuni Flusses, vorbei an Erdpyramiden, den Totenhäusern von Anatori, in denen die Überreste der Opfer einer Pestepidemie bestattet sind, Schäferhütten etc., bis wir schließlich am Fuß der verlassenen Wehrsiedlung Muzo stehen, die auf einem Berggipfel thront. Ein steiler Aufstieg über einen schmalen Pfad bringt uns in die teilweise restaurierte Siedlung. Eine Anstrengung, für die wir mit einem schönen Ausblick und dem Gefühl über dem Tal zu schweben, belohnt werden. Die Restaurierungsarbeiten wurden auf Grund von Corona unterbrochen und bis heute nicht wieder aufgenommen. Es ist daher zu befürchten, dass der Verfall der Siedlung weiter fortschreiten wird.

Am Tag darauf geht es zurück über den Bärenkreuzpass, der sich diesmal im schönsten Sonnenschein, mit blauem Himmel und mit weiten Ausblicken in die Täler in beide Richtungen präsentiert. In der Ferne ist auch schon der über 3.300 Meter hohe Tschauchi-Pass zu erkennen, über den wir am nächsten Tag aufsteigen wollen, um ins schöne Sno-Tal zu kommen.

Dazu treffen wir uns im Bergdorf Roschka mit dem Trekking-Team, bestehend aus den zwei jungen Männern Ilja und Gabriel, die in den nächsten Tagen für unsere Verpflegung verantwortlich sind, sowie dem Trekkingbegleiter Bachana, der mit seinen drei Pferden den Transport von Gepäck und Ausrüstung übernimmt. Am Nachmittag schlagen wir nach kurzer Wanderung unser Lager auf einem Plateau unterhalb des Passes auf.

Nach kurzer Erholungspause geht es auch schon wieder los. Uns locken die Abudelauri-Gletscherseen, von denen schon im Lauf der Reise viel die Rede war, die sich uns tatsächlich wie versprochen mal in sattem Blau, in Grün als auch in Weiß präsentieren. Diese liegen etwas mehr als eine halbe Stunde Gehzeit oberhalb des Zeltlagers. Wer also ein eiskaltes Bad im Sinnen hat, sollte auch gleich die entsprechende Ausrüstung mitnehmen.

WOHL DEM, DER WARME KLEIDUNG HAT

Als die Sonne hinter den Bergen verschwindet, gehen die Temperaturen unvermittelt in den Keller, so dass es schnell empfindlich kalt wird. An ein wärmendes Feuer ist nicht zu denken, denn über der Baumgrenze ist kein Holz zu finden. Die in der von GEORGIA INSIGHT erstellten Packliste für Wander- und Trekkingreise enthaltene Empfehlung, auch an warme Kleidung zu denken, sollte daher unbedingt beherzigt werden. Sonst bleibt nur der frühzeitige Rückzug ins Zelt und den Schlafsack, der hoffentlich für diese Temperaturen auch taugt.

Wenn es dann richtig dunkel ist, dann lohnt es sich, doch noch einen Blick in den Himmel zu werfen. Dank klarer Luft und ohne jegliches Fremdlicht zeichnet sich die Milchstraße im dicht besetzten Sternenhimmel klar ab.

Kaum ist am nächsten Morgen die Sonne zurück, wird es aber schnell wieder warm, was die 800 Höhenmeter, die es zu überwinden gilt, zur schweißtreibenden und zugleich atemberaubenden Angelegenheit macht. Da es erst im Snotal wieder Wasser zum Auffüllen der Wasserflaschen gibt, ist es ratsam, vor dem Aufstieg noch einmal die Wasservorräte zu kontrollieren.

Wer Glück hat, den grüßt bei guter Sicht aus der Ferne ein wolkenfreier Kasbek, es lohnt aber auch den Blick zurück zum ehemaligen Lagerplatz. Dann geht es über Wiesen hinunter ins liebliche Snotal, das von munter sprudelnden Bächen und verstreuten Gesteinsbrocken durchzogen ist. Wer möchte, kann noch einmal in einem kleinen Gletschersee baden. Das Wasser ist aber auch hier - wie zu erwarten - eiskalt. Kurz vor Dschuta erreichen wir nach einer Flussdurchquerung das Zeta Camp für die zweite Zeltübernachtung.

Am nächsten Morgen wird zusammengepackt und die Last auf die Pferde verteilt. In Dschuta wartet schon Nika darauf, uns wieder mit seinem Toyota Delica Geländewagen aufzunehmen. Mit ihm geht es auf eine kurze Fahrt nach Stepanzminda. Dort werden wir in Nao´s Guesthouse von der Gastgeberin begrüßt.

SPONTANE PROGRAMMÄNDERUNG

Auf dem Programm steht eigentlich ein freier Nachmittag in der Stadt kurz vor der Grenze zu Russland. Wir entscheiden uns jedoch, nach einer kurzen Pause gemeinsam mit Keti auf den Elias Berg zu steigen. Von dort oben bietet sich uns ein schöner Blick über ganz Stepanzminda und das gegenüber auf einem Bergkegel liegende Gergeti Kloster. Der Kasbek hingegen ist nicht zu sehen, da sich das Wetter wieder verschlechtert hat und der Berg in Wolken gehüllt ist.

Was uns veranlasst, eine Programmänderung vorzunehmen und auf die Wanderung zum Saberzepass zu verzichten. Wir lassen uns stattdessen von Nika zum Gergeti Kloster fahren, um dieses zu besichtigen. Ein Feiertag und der Besuch des Bischofs sorgen für einen starken Ansturm von Besuchern. Zurück geht es zu Fuß bis zum am Fuße des Berges liegenden Friedhof, wo wir schon von Nika erwartet werden. Auf Vorschlag von Keti besuchen wird das unmittelbar vor der Grenzstation liegende Kloster, anschließend die größtenteils verlassene Siedlung Tsdo, die vor allem für die Freunde von "Lost Places" eine besondere Anziehungskraft haben dürfte und vielfältige Fotomotive bietet.

Am nächsten Morgen geht es mit Ziel Tbilissi zurück über die Georgische Heerstraße und den Kreuzpass nach Ananuri. Wir besichtigen die Festungsanlage, die in ihren Mauern auch zwei Kirchen und einen massiven Wehrturm einschließt. Besonders beeindruckt haben uns die Fresken mit der Darstellung der Apokalypse sowie des Jüngsten Gerichts. Dann stand der Besuch der Musikerfamilie Mirziashvili mit einem gemeinsamen Abschiedsessen auf dem Programm. Zuvor hatten wir nochmals Gelegenheit, uns an der Produktion von Chinkali-Teigtaschen zu versuchen, die wir dann unter Musikbegleitung auf der Panduri und mehrstimmigem Gesang neben anderen Köstlichkeiten verspeisen konnten.

ROTSTIRNGIRLITZ, ERDBEERSPINAT, PFIRSICH-PRACHTKÄFER

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten unterwegs zählen zahlreiche außergewöhnliche Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil nur in Georgien beziehungsweise im Kaukasus gibt. Wie gut, dass Keti nicht nur auf alle unsere Fragen zu Kunst, Kultur, Politik, Geschichte und Religion immer eine fundierte Antwort parat hatte, sondern uns auch den deutschen Namen für all die Pflanzen und Tiere nennen konnte, die uns bei unserer Wanderung begegnet sind.

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN

Freundliche und hilfsbereite Menschen, atemberaubend schöne Landschaften und leckeres Essen. Diese Kombination hat uns wieder eine wunderschöne Reise durch Georgien beschert. Maßgeblich dazu beigetragen haben Keti als Reiseleiterin und Nika als Fahrer. Bei Ihnen haben wir uns immer in guten Händen gefühlt. Erwähnt werden soll aber auch die perfekte Organisation durch das Planungsteam mit Maka und ihren Kollegen.

Von Stephan und Annemarie Engert, Andrea Kampmann und Ulrike Zeuch

Vreni Iseli | Schweiz

Private Wanderreise Chewsuretien

GEORGIA INSIGHT hat für uns im Juli / August 2022 eine 8 tägige Wanderreise nach Chewsuretien und in den großen Kaukasus organisiert.

Bereits bei der Planung zu Hause, konnten wir von der tollen Homepage profitieren. Der telefonische Kontakt auf Deutsch war freundlich und zuvorkommend und wir bekamen Tipps für zusätzliche Wanderoptionen, an unsere Verhältnisse angepasst.

Obwohl er uns nur als deutschsprachiger Fahrer begleiten sollte, führte Gia uns auch auf unseren Wanderungen.

Er wurde für uns zu einem Freund und Begleiter. Er teilte mit uns sein Wissen über die Georgische Geschichte, die Lebensweise seiner BewohnerInnen und die Kultur dieses so tollen Landes. Durch seine Sprachkenntnisse und Kontaktfreude brachte er uns sowohl den Hirten, Einheimischen auf Wegen und in Dörfern, sowie auch unseren Gastgebern näher.

Als er unsere Freude an georgischen Liedern bemerkte, ermöglichte er gemeinsames Singen mit Pilgergruppen in Kirchen oder Musikerfamilien. Er wurde nie müde für schöne Fotos anzuhalten oder auf uns zu warten. Seine ruhige, besonnene Fahrweise auf den 4x4 Strecken gab uns Sicherheit.

Die Unterkünfte waren sehr liebevoll ausgesucht, der Gegend angepasst und in jedem Fall ein kulinarisches Erlebnis. Unsere äusserst netten GastgeberInnen gaben alles - die Gastfreundschaft war einzigartig!

Wir fühlen uns von der Herzlichkeit und Offenheit der Georgischen Bevölkerung reich beschenkt. Die fantastischen Landschaften bleiben unvergessen und wir wissen - wir kommen wieder!

GEORGIA INSIGHT ein ganz grosses Kompliment und Dankeschön für die perfekte Organisation!

Mit herzlichen Grüssen

Die zwei Vreni´s aus der Schweiz

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